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1. Stufe: Jungflamberg (JFL)

Jungflamberg

Der Jungflamberg bildet in der Pfadi Flamberg die 1. Stufe. In den meisten anderen Pfadis heisst diese Stufe Wolfstufe. Sie ist gedacht für Kinder von sieben bis zehn Jahren. Das Ziel dieser Stufe ist es, den Kindern ein abwechslungs- und lehrreiches Programm zu bieten bei dem sie sowohl Spass haben, wie auch etwas lernen können. So sind auch die allwöchentlichen Übungen darauf ausgelegt, diese Ziele umzusetzten.

Die Kinder werden in eine Art Phantasiewelt entführt, in der sich die ganze Übung (oder das Lager) abspielt. Jeder Anlass besitzt ein spezifisches Thema, das möglichst an die Ansprüche und an das Können der Kindern angepasst wird. Alles was vermittelt wird, ist in diese Phantasiewelt eingebettet. So fällt es leichter, die Pfadis für etwas zu begeistern. Es macht zum Beispiel nicht viel Spass durch den Wald zu laufen und bestimmte Blätter zu sammeln, um daraus einen Trank zu machen. Wenn man den Trank aber machen muss, um einen kranken Indianerhäuptling zu heilen, der dafür eine Belohnung verspricht, ist man gleich viel motivierter.

Die Pfadi ist nicht bloss eine Freizeitbeschäftigung, sondern auch eine Art Lebensschule. Die Kinder lernen sich in eine Gruppe zu integrieren und mit ihr auszukommen. Kameradschaft wird bei uns sehr gross geschrieben. Wir wollen uns selber eine Meinung bilden und diese auch vertreten. Aber auch andere Meinungen sollen geachtet und hinterfragt werden. Es gibt aber auch gewisse Regeln, die man beachten soll, wie zum Beispiel die Jfl-Spielregeln oder das Pfadigesetz. Diese Gesetze sind aber nicht sture Paragraphen, wie man sie aus dem Alltag kennt, sondern eher Diskussionsgrundlage. Man soll sich über die Regeln Gedanken machen und diese mit anderen austauschen.

Für uns ist es wichtig Sorge zur Natur zu tragen und diese zu achten und zu schützen. Die Kinder sollen sich ihrer Verantwortung, die sie gegenüber ihrer Umwelt haben, bewusst sein und auch die Konsequenzen daraus ziehen.

Kinder sprühen oft vor Kreativität und wollen diese auch ausleben. Sie sollen sich gestalterisch und künstlerisch betätigen können; sei dies beim Einstudieren eines kleinen Theaters oder beim Basteln mit Waldmaterial. So soll auch die Eigeninitiative und Selbständigkeit der Pfadis gefördert werden. Sie sollen selber Ideen bringen und etwas verwirklichen können.

Da Kinder sehr viel Bewegung brauchen, werden viele Spiele in die Übungen eingebaut, bei denen sie sich körperlich einsetzten und ihre Geschicklichkeit auf die Probe stellen können.

Um den älteren Pfadis mehr Verantwortung zu geben, wird versucht, diese auch in die Übung einzubeziehen und als Helfer einzusetzen. So lernen sie selber, was es heisst Verantwortung zu übernehmen und auf andere zu achten.

Für viele Kinder ist das Pfadilager das erste Mal, dass sie längere Zeit von ihren Eltern getrennt sind (und für die Eltern auch). Sie sind rund um die Uhr mit den anderen Pfadis zusammen und müssen mit diesen auch aus kommen. Auch müssen sie lernen ihre Probleme mit anderen selber zu lösen, da sie nicht einfach zu ihren Eltern gehen können um diese um Hilfe zu bitten. So wird die Selbständigkeit der Kinder stark gefördert.

Der Jungflamberg ist aufgeteilt in den Abteilungen Zürich und Birmensdorf. In Zürich gibt es zur Zeit vier Einheiten (Härste) mit je zwei Gruppen (Rotten). In Birmensdorf hat es drei Einheiten (Härste) mit je zwei Gruppen (Rotten). Die Übungen am Samstagnachmittag finden mehrheitlich in den Gruppen von ca. zehn Pfadis statt. An Lagern und einzelnen grösseren Anlässen nimmt meist die ganze Einheit teil.

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